Ihre Stimme für bezahlbare Wohnungen!

Mit unserem Bürgerentscheid „Platz zum Wohnen!“ 
fordern wir die von der Stadt zugesagte Wohnbebauung 
und günstige Gewerberäume auf dem Parkplatzgelände 
der Zeisehallen („Zeise 2“)!

>> Die Argumente und Fakten der Bürgerinitiative Pro Wohnen Ottensen zum Download (PDF, 410 KB):

Hamburg wird sich auch in den nächsten Jahren weiterhin stark verändern, und wir befürworten Veränderung. Voraussetzung dafür aber ist, dass Hamburgs Bürgerinnen
und Bürger mitentscheiden und mitgestalten können, wie ihre Stadt aussehen soll.

Stimmen Sie für unseren Bürgerentscheid! und stärken Sie damit Ottensen als Standort für sichere Arbeitsplätze und bezahlbare Mietwohnungen und Gewerbeflächen.

Mit Ihrem „Ja“ helfen Sie, in Ottensen die Existenz zahlreicher Einzelhändler, familiärer Kleinbetriebe und der jahrzehntelang nachbarschaftlich gewachsenen Gastronomie vor Verdrängung zu schützen.

Stärken Sie mit Ihrem „Ja“ außerdem den Wohnungsbau, den Ottensen dringend braucht: Wohnungen mit bezahlbaren Mieten für Menschen mit kleinen und normalen Einkommen, für kinderreiche Familien und für ältere Menschen.

Wir, die Bürgerinitiative „Pro Wohnen Ottensen“ setzen uns dafür ein, dass auf dem Baugrundstück „Zeise-2“ die zugesagten Wohnungen, Sozialwohnungen und bezahlbaren Gewerberäume gebaut werden, auf die Ottensen seit Jahren warten muss.

Mehr Informationen zum Bürgerentscheid finden Sie hier: Warum Ihre Stimme entscheidend ist und hier: Ihre Wahlunterlagen

Enormer Bedarf an bezahlbaren Wohnungen -
während die Mieten steigen

Auf dem früheren Zeiseparkplatz (Ecke Friedensallee / Behringstraße in Ottensen) hatten die Investoren den Bau von Wohnungen und Gewerberäumen zugesagt und geplant. Und der Bedarf ist enorm: Über die Hälfte der Hamburger Haushalte hat Anspruch auf eine Sozialwohnung. Allein auf der Warteliste des Altonaer Spar- und Bauvereins stehen 16.000 Menschen, die dringend eine bezahlbare Wohnung suchen.

Trotzdem haben im Wohnungsbau leider zunehmend hochpreisige Mietobjekte und Eigentumswohnungen Vorrang. Von 2011 bis 2014 wurden in Ottensen 600 Wohnungen neu gebaut, davon waren nur 10 sozial geförderte Wohnungen.

Und auch wenn viel von Wohnungsbau die Rede ist, handelt es sich beim Neubau immer seltener um bezahlbare Mietwohnungen. Dafür sind Prestigewohnungen, die hohe Renditen abwerfen, zunehmend gefragt.

Mittlerweile werden für Eigentumswohnungen in Altona Kaufpreise in Höhe von 5.000 Euro/qm gefordert und gezahlt. Die direkte Folge dieser sogenannten „Aufwertung des Bezirks“ sind hohe Gewinne für Wenige. Für die Menschen die hier leben bedeutet die „Aufwertung“ nichts anderes als ständig steigende Mieten und die drohende Verdrängung aus Ottensen.

Vor diesem Hintergrund stieß der völlig unerwartete Kurswechsel der Stadt, das Baugrundstück „Zeise 2“ zum Bau eines riesigen Bürokomplexes zu verkaufen auf breites Unverständnis – zumal in Hamburg 700.000 qm Büroflächen leer stehen.

Schließlich könnten auf dem Grundstück bezahlbare Mietwohnungen für ca. 200 Menschen und günstige Gewerbeflächen gebaut werden. So hatte es die Stadt Hamburg noch im Jahr 2014 angekündigt. Und dafür haben die Investoren die Zusage für das städtische Grundstück ursprünglich auch bekommen.

Bürgerentscheid für Wohnungen und den Erhalt
gewachsener Arbeitsplätze

Wir als Bürgerinitiative schafften es, 9.000 Unterschriften für ein Bürgerbegehren zu sammeln und damit den Bau des Bürohauses durch eine Sperrfrist vorläufig aufzuhalten. Doch an die Sperrfrist hat sich das Bezirksamt Altona nicht gehalten und stattdessen die Baugenehmigung für die Büros erteilt. Die Rechtmäßigkeit dieser Baugenehmigung wird derzeit gerichtlich geprüft.

Das Anliegen von 9.000 Bürgerinnen und Bürgern, statt Büros die zugesagten Mietwohnungen zu bauen, wurde also einfach ignoriert. Seitdem wird in der riesigen Baugrube mit rasanter Geschwindigkeit gebaut. Nachdem nun trotz der gesetzlichen Sperrfrist Büros gebaut werden sollen, können wir jetzt nur noch mit einem Bürgerentscheid versuchen, den begonnenen Bau zu stoppen. Tun wir das nicht, übergehen wir die Stimmen von 9.000 Bürgerinnen und Bürgern, die das Bürgerbegehren gegen den Bürokomplex unterschrieben haben.

Es trifft zu, dass der Bebauungsplan von 1997 für „Zeise 2“ Gewerbegebäude vorgesehen hatte. Seitdem hat sich viel verändert.

So dass auch das Bezirksamt letztes Jahr zugunsten dringend benötigter Wohnungen vom ursprünglichen Bebauungsplan abweichen wollte und für „Zeise 2“ den Bau bezahlbarer Mietwohnungen akzeptiert hatte.

Mit unserem Bürgerentscheid wollen wir Ottensen als Standort zahlreicher Familienbetriebe erhalten und vor Verdrängung schützen. Gewerberäume in Ottensen sind seit Jahren für viele Handwerksbetriebe unbezahlbar geworden. Gerade die kleinen Familienbetriebe wie Schlosser, Glaser, Automechaniker, Tischler und Installateure sind wegen rapide ansteigender Mieten für Gewerbeflächen aus Ottensen verdrängt worden.

Auch Ottensens Einzelhandel und Gastronomie geraten durch unaufhörlich steigende Ladenmieten unter erheblichen Druck. Immer mehr Geschäftsinhaber können wegen der hohen Mieten nichts mehr für ihre eigene Existenz erwirtschaften und arbeiten praktisch unbezahlt. Umso wichtiger ist es, dass dringend benötigte und bezahlbare Gewerbeflächen für Kleinbetriebe gebaut werden.

Zusammenlegung innerhalb Hamburgs
schafft keine neuen Arbeitsplätze

Zur Zeit liest man von 850 neuen Arbeitsplätzen aus der Kreativwirtschaft, die durch den Großmieter des geplanten Bürokomplexes, die Werbefirma Scholz & Friends, nach Ottensen kommen sollen. Die vermeintliche Aussicht auf 850 neue Arbeitsplätze ist jedoch irreführend.

Es wird kein einziger neuer Arbeitsplatz geschaffen. Wenn Scholz & Friends aus der Hafencity nach Ottensen umzieht, ist das nur ein Ortswechsel für die Angestellten, aber mitnichten eine realistische Aussicht auf neue Jobs in Altona.

Warum Ihr „Ja“ entscheidend ist:

>> weil die Stadt das Grundstück „Zeise 2“ von den Investoren zurückkaufen kann.

>> weil auf der bereits ausgehobenen Baugrube „Zeise 2“ ebenso bezahlbare Wohnungen für 200 Menschen gebaut werden können.

>> weil wir gemeinsam verhindern können, dass Menschen mit geringen und normalen Einkommen aus Altona verdrängt werden.

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